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Schwangerschafts-Betreuung

Wir garantieren eine moderne Schwangerschaftsbetreuung mit ganzheitlicher Beratung sowie mit Diagnostik und Therapie auf dem neuesten Stand der Medizin.

Uns liegt am Herzen, dass Sie eine möglichst unkomplizierte, harmonische Schwangerschaft erleben, sich Ihr werdendes Baby optimal entwickeln kann und Sie eine ungetrübte Vorfreude genießen.

Deshalb haben wir für Sie nachstehendes Angebot an vorgeburtlicher Diagnostik, das über den Rahmen der gesetzlich festgelegten Mutterschafts- Richtlinien hinausgeht, entwickelt. Es soll Ihnen und Ihrem ungeborenen Kind mehr Sicherheit gewährleisten. Unser Spektrum der Pränataldiagnostik umfasst sowohl spezielle Ultraschalluntersuchungen als auch Labortests.

Hierfür sind wir legitimiert durch spezielle Qualifikationsnachweise als auch durch moderne Ausstattung unserer Ultraschall- und Farbdopplergeräte.

Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Übersicht der verschiedenen Untersuchungen anbieten, damit Sie sich in Ruhe informieren können.



Ultraschall

Im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge haben Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung im Verlauf einer normalen Schwangerschaft Anspruch auf drei Ultraschalluntersuchungen. Diese erfolgen zwischen

09. und 12. Schwangerschaftswoche

19. und 22. Schwangerschaftswoche

29. und 32. Schwangerschaftswoche

Weitere Untersuchungen sind dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung möglich, wenn besondere Voraussetzungen oder Symptome vorliegen, die in den so genannten "Mutterschafts-Richtlinien" abschließend festgelegt sind.

Über diese Grundversorgung hinausgehende zusätzliche Ultraschalluntersuchungen können die Sicherheit erhöhen. Wachstum, Organentwicklung des Kindes und Fruchtwassermenge können in kürzeren Abständen überprüft werden. Gleichzeitig kommen zusätzliche Ultraschalluntersuchungen dem Bedürfnis entgegen, das Baby öfter zu sehen und die Entwicklung zu verfolgen.

Ultraschall-Doppler-Untersuchung

Die Untersuchung der Blutversorgung einer schwangeren Gebärmutter (mit sog. Farbdoppler-Untersuchung) kann helfen, das Risiko einer mangelhaften Mutterkuchenfunktion (sog. Plazentainsuffizienz) rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls medikamentös zu behandeln.

Im Schwangerschaftsverlauf (ab 27. SSW) kann durch weitere Farbdoppler-Untersuchungen (Durchblutungs-Messungen) von wichtigen, kindlichen Blutgefäßen das Risiko einer Mangelversorgung rechtzeitig erkannt und somit einer drohenden Gefahrensituation des intrauterinen Feten entgegengewirkt werden.

Nacken-Transparenzmessung

Ersttrimester-Screening

Die häufigste und bekannteste Chromosomenstörung ist die Trisomie 21 (Down-Syndrom).

Obwohl das durchschnittliche Alter der Mütter von Kindern mit Down-Syndrom erhöht ist, gibt es immer wieder auch Schwangere in jüngerem Alter, deren Kinder diese Chromosomenstörung aufweisen.

Ziel des Ersttrimester-Screenings ist die frühe und individuelle Abschätzung der Wahrscheinlichkeit des Down-Syndroms (alternativ: M. Down). Dazu wird durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung in der 12. - 14. Schwangerschaftswoche der Nackenbereich des Feten vermessen. In Kombination mit einer Blutanalyse bei der Mutter kann die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 individuell eingegrenzt werden.

Das Ersttrimester-Screening beinhaltet kein Untersuchungsrisiko für das Kind. Es kann als Entscheidungshilfe für oder gegen so genannte invasive Diagnostik wie z.B. eine Fruchtwasseruntersuchung dienen.



Blutzucker-Belastungstest

Bis zu 15% aller Schwangeren entwickeln eine Störung des Blutzuckerstoffwechsels (sog. Gestationsdiabetes). Das Risiko dafür steigt mit zunehmendem mütterlichem Alter, Übergewicht und familiärer Belastung. Aber auch Frauen ohne Risikofaktoren können betroffen sein.

Die Folgen für das Kind reichen von Funktionsstörungen bestimmter Organe (z.B. Herz, Leber) über erhöhtes Geburtsgewicht bis hin zu erhöhtem Risiko bei der Geburt und Stoffwechselstörungen nach der Geburt.

Für die Mutter besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Geburtsverletzungen und/oder die Notwendigkeit einer operativen Entbindung.

Ein generelles Screening in der Schwangerschaft ist vorgesehen.  Durch einen Blut-Test, ca. in der 24. - 28. Schwangerschaftswoche, kann diese Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.



Infektiologie

Eine Rötelninfektion1)3) in der Schwangerschaft kann häufig zu schwerwiegenden Entwicklungsstörungen und Behinderungen des Kindes führen. Die Untersuchung aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter auf ihre Immunitätslage gegen Röteln ist Bestandteil der kassenärztlichen Versorgung und kann jederzeit, auch außerhalb einer Schwangerschaft, durchgeführt werden.

Toxoplasmose-Infektion2) ist weltweit verbreitet. Kommt es während der Schwangerschaft zu einer Infektion, kann ein Übergang der Parasiten auf das Ungeborene zur Fehlgeburt oder zu schweren Schädigungen des Kindes führen. Eine früher durchgemachte Infektion hingegen stellt einen Schutz (Immunität) für das Ungeborene dar. Die Behandlung dieser Infektion in der Schwangerschaft ist möglich.

Übertragen wird der Erreger durch Katzenkot (Katzenklo, Gartenarbeit, Kindersandkästen) und durch Kontakt (Zubereitung und Verzehr) mit rohem bzw. nicht völlig durchgegartem Fleisch. Die Erkrankung verläuft bei gesunden Erwachsenen zu 90% ohne verdächtige klinische Symptome.

Durch eine Blutuntersuchung zu Beginn der Schwangerschaft kann festgestellt werden, ob bei Ihnen eine Immunität bezüglich Toxoplasmose besteht. Durch Verlaufskontrollen kann eine Erstinfektion während der Schwangerschaft und damit eine Gefährdung des Ungeborenen ausgeschlossen werden. Dieses Vorgehen wird vom Robert-Koch-Institut empfohlen.

Eine Windpockeninfektion1) kann das Kind auch noch gefährden, wenn sie nahe am Entbindungstermin erfolgt.

Masern1)3) können ähnliche Folgen für das Kind haben wir Röteln. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft kann eine Maserninfektion Wehen verursachen und zur Frühgeburt führen.

Eine Cytomegalieinfektion2) kann vor allem in den ersten 20 Schwangerschaftswochen zu kindlichen Schäden führen. Hier kann man bei fehlendem Immunschutz durch entsprechende Maßnahmen die Möglichkeit einer Erstinfektion verringern.

Die Infektion mit dem Erreger der Ringelröteln3) (Parvo Virus B19) kann auch das Kind im Mutterleib betreffen. Die Bestimmung der mütterlichen Immunität ist sinnvoll. Ist sie vorhanden, so ist eine Gefährdung des Kindes ausgeschlossen.

Andernfalls können bei entsprechendem Kontakt Untersuchungen und eine intensivierte Überwachung, sowie ggf. die Behandlung des Kindes eingeleitet werden.

Ein Streptokokken-Test im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Voraussetzung dafür, dass eine Infektion der Mutter erkannt werden und das Infektionsrisiko des Kindes unter der Geburt durch entsprechende Behandlung gesenkt werden kann.

Erläuterungen

  1. Impfungen vor der Schwangerschaft möglich und bei fehlender Immunität empfohlen, somit Klärung schon bei Kinderwunsch sinnvoll.

  2. Expositionsprophylaxe (= Kontaktvermeidung) ist in der Schwangerschaft gut möglich.

  3. Expositionsprophylaxe ist in der Schwangerschaft eingeschränkt möglich.

Von den Privatversicherungen werden die angebotenen Untersuchungen in der Regel erstattet. Die Kosten für die jeweiligen Untersuchungen können Sie jederzeit bei uns erfragen. Beachten Sie bitte abschließend noch eines: Auch bei modernster Gerätetechnik und hoch qualifizierten Untersuchern können nicht alle Fehlbildungen erkannt werden.